5 Dez Keine Kommentare Daniel Emperhoff

Nach der Niederlage in Bayreuth empfingen die Alder am vergangenen Wochenende den TSV Friedberg (3.). Vor heimischen Publikum wollte man Stärke beweisen und endlich gegen eine Topmannschaft der Liga Punkte holen. Man wusste, dass man, sofern man eine Chance haben wolle, die Abwehr kompakt halten und im Angriff diszipliniert zu Werke gehen musste.

 

In der Anfangsphase entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, dann jedoch übernahm die Heimmannschaft immer mehr das Ruder. Vor allem die im letzten Spiel schwächelnde Abwehrreihe der Adler stand solide und ließ, auch aufgrund der guten Torhüterleistung, bis zur 18. Minute lediglich fünf Gegentore zu (7:5). Im Angriff hatte man somit die Chance den Vorsprung oftmals auszubauen, scheiterte jedoch am gegnerischen Torwart oder an sich selbst, was sich wiedermal in der Zahl der technischen Fehler widerspiegelt. In der 21. Minute (10:7) kam es, wie in der zweiten Halbzeit in Bayreuth, zu einem Bruch im Spiel der Hausherren. Anstelle deutlicher in Führung zu gehen, übergab man das Momentum an die Gäste aus Friedberg, die den Rückstand egalisierten (10:10) und aufgrund der neunminütigen Torlosigkeit der Adler bis zur Halbzeit sogar in Führung gingen (10:12).

In der Halbzeitansprache motivierte Trainer Pekrul seine Mannschaft nochmals, indem er ihnen erklärte, dass mit der gezeigten Leistung und dem Engagement der ersten Halbzeit durchaus Zählbares möglich ist, sofern man die Abwehrarbeit nicht vernachlässigt und im Angriff wieder druckvoll in die Lücken geht.

Die zweite Halbzeit entwickelte sich ähnlich wie der erste Durchgang. Zwei ebenbürtige Mannschaften lieferten sich, vor allem in der Abwehr, einen großen Kampf. Die Adler liefen lange Zeit dem Rückstand der ersten Halbzeit hinterher, ehe sie nach einem vier Tore Rückstand in der 49. Minute (18:22) rund fünf Minuten vor Ende auf ein Tor verkürzen konnten (21:22). Trotz mehrmaliger Chance auf den Ausgleich konnte man an diesem Tag jedoch nicht mehr mit den Gästen gleichziehen und so verloren die Regensburger knapp mit 22:23.

 

Ein sensationelles Spiel der Regensburg Adler, die an diesem Tag auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt hätten. „Super Leistung! Am Ende fehlen dann 1-2% in den entscheidenden Phasen, aber großer Kampf und klasse Vorstellung.“, so Pekrul, der mit der Leistung seiner Jungs durchwegs zufrieden war. Die Einstellung der Regensburger, die auch nach dem hohen Rückstand in der Schlussphase, nie aufgaben und als Einheit zusammenhielten, elektrisierte auch die Zuschauer, die nach dem Spiel durchweg positives Feedback gaben. So eine Leistung macht Spaß auf mehr, doch wichtig wird es sein, diese Leistung auch nächsten Sonntag in Rimpar abzurufen