20 Nov Keine Kommentare Daniel Emperhoff

Am vergangenen Samstag waren die Herren 1 der SG Regensburg zu Gast bei der HT München. Schon vor dem Spiel war die Anspannung groß, wollte man nicht nur die Schmach aus dem letzten Spiel gegen Waldbüttelbrunn wettmachen, sondern auch endlich den eigenen Leistungserwartungen gerecht werden. Man wusste, dass die Münchner, die in ihren letzten vier Spielen sieglos waren, vor heimischen Publikum alles versuchen werden, um die Punkte bei sich behalten zu können.

 

Die zahlreich mitgereisten Adler-Fans sahen zu Beginn einen Katastrophenstart ihrer Mannschaft. Nach 12 Minuten stand ein 8:2 für die Hausherren auf der Anzeigetafel, da man sich das Leben durch eine schreckliche Chancenverwertung selbst schwer machte – Selbst die klarsten Tormöglichkeiten wurden reihenweise liegen gelassen. Daraus resultierend bekam man im Gegenzug die Quittung von anfangs schnell spielenden Münchnern, die durch ihre 2. Welle oder unbedrängte Würfe aus jeglichen Lagen leicht zum Torerfolg kamen. Dann jedoch stellten die Regensburger im Angriff langsam ihre Fehler ein und in der Abwehr bekam man immer mehr Zugriff auf die Heimmannschaft, so konnte man peu à peu den Rückstand egalisieren, ehe man rund eine Minute vor der Halbzeit in Führung gehen konnte (11:12).

In der Halbzeit (12:12) erklärte Trainer Pekrul der Mannschaft nochmal, dass das Ergebnis nur mit der eigenen Vorstellung zu tun hat, man an der Leistung der zweiten 15 Minuten des ersten Durchgangs anknüpfen und diszipliniert sowohl Angriff als auch Abwehr spielen soll.

Die zweite Halbzeit war an Spannung kaum zu überbieten, bis zur 45. Minute stand ein Unentschieden (19:19) auf der Anzeigetafel. Die Regensburg Adler vernachlässigten in dieser Phase das Abwehrspiel und so konnten die Münchner immer wieder zu leichten Toren kommen. Dann jedoch fand man zurück in die Spur, kassierte bis zur 53. Minute lediglich ein weiteres Gegentor (20:23) und man schien auf die Siegerstraße zu biegen – Schien. Eine Abwehrumstellung brachte die Gäste aus dem Konzept und so gab man beim 23:24 das Momentum fast wieder an die Hausherren. Doch die Münchner scheiterten wie so oft in dem Spiel am Regensburger Torwart, der in der Endphase den Unterschied ausmachte. Im Angriff konnten die Adler dann ihre Schnelligkeit ausspielen, somit die höchst-offensive Abwehr überlaufen und zum leichten Torerfolg kommen. Am Ende stand ein 24:27 in der Hachinga-Halle und die Adler durften mit ihren Fans den zweiten Auswärtssieg in Folge bejubeln.

 

Schlussendlich kann gesagt werden, die zwei Punkte sind verdient. Die Adler, die in den meisten Phasen nicht am gut aufgelegten Gegner, sondern eher an sich selbst scheiterten, bewiesen wieder einmal starken Willen, trotz anfänglichen Rückstand, und konnten diesen auch am Spielfeld positiv umsetzen. In den kommenden Wochen stehen für die Regensburger (7.) schwere Partien auf dem Programm, so trifft man am kommenden Wochenende auf die HaSpo Bayreuth (5.) und die Woche darauf empfängt man den TSV Friedberg (3.) im Adlerhorst.